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Gut gemeint und schlecht geschrieben (Teil II)

Die hessische Gemeinde Walluf, Weinfreunden als Tor zum Rheingau bekannt, freut sich auf die Aufwertung ihrer Rheinufergestaltung. Warum dort jetzt die Bagger anrollen, erläutert dieses Bauschild:

Bleibt nur zu hoffen, dass die beauftragten Unternehmen mit der Landschaftsgestaltung besser zurechtkommen als mit der deutschen Sprache. Denn was als bürgerfreundliche Information gedacht war, entpuppt sich als bürokratisches Formulierungsmonster.

Schade und leider kein Einzelfall. Ob Behörden, Verbände oder andere Organisationen: Viele tun sich extrem schwer, wenn sie für die Öffentlichkeit formulieren. Das muss nicht sein, denn jeder kann verständlich und wirkungsvoll schreiben – ein Gewinn für die eigene Karriere und den Arbeitgeber. Dazu braucht es keine dicken Schulbücher und wochenlange Seminare. Wir zeigen Ihnen wie. Einfach anrufen (06123-502780) oder mailen (info@fleischer-online.de).

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Gut gemeint und schlecht geschrieben (Teil I)

Der Rektor ärgerte sich mächtig: Ständig entsorgten Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner im Garten seiner Schule. Also machte er einen Aushang:
Wer nur im Vorübergehen einen flüchtigen Blick auf den Aushang wirft, fühlt sich weder als Hundebesitzer noch als Hobbygärtner angesprochen. Und wer dann tatsächlich liest, spürt auch nicht annähernd den Druck einer motivierenden Handlungsaufforderung. „Es wäre wirklich wünschenswert“ ist an Unverbindlichkeit kaum zu übertreffen.

So wie der wackere Rektor quälen sich viele Nicht-Texter um den heißen Brei. Statt deutlich zu sagen, was sie eigenlich wollen. Wenn das auch in Ihrem Umfeld gelegentlich vorkommt, buchen Sie einfach für Ihre nächste interne Veranstaltung die 30-minütige Keynote „Texten für Nicht-Texter“ von Eckhard Fleischer. Mehr Infos? Einfach anrufen.

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Mail4more: Print macht Online Beine!

mail4more ist ein Kompetenzbereich von fleischers, der sich ganz auf die Unterstützung von Online-Shops im Print-Bereich konzentriert. Konkret: auf den optimierten Einsatz von Print-Mailings im Rahmen einer cross-medialen Kommunikation.

Ein Beispiel: Die Freude über einen neuen Kunden im Online-Shop soll lange halten. Doch die Preistransparenz im Internet und Vergleichsportale führen dazu, dass sich Konsumenten immer sprunghafter verhalten.
Grund genug, Kunden nicht allein zu lassen, sondern sie kontinuierlich bei ihrer Customer-Journey zu begleiten:
• von der Begrüßung als Neukunde
• über passende Tipps und Empfehlungen entsprechend dem Kaufverhalten,
• einem Dankeschön für den dritten Kauf oder das einjährige Kundenjubiläum und
• eine Zufriedenheitsbefragung
• bis hin zu einem Upgrade als Premium-Kunde mit Extraservices.

Und warum per Print? Schauen wir uns den Otto Versand an. Aber hat der nicht gerade die dicken Kataloge abgeschafft? Richtig, aber seinen sieben Millionen Stammkunden schickt der Otto Versand sechs bis acht Mal im Jahr kleine gedruckte Hefte zu saisonalen Themen. Frank Surholt, Pressesprecher des Otto Versands: „Im Gegensatz zur Mail, die schnell gelöscht wird, lassen Kunden die Kataloge länger liegen, um darin zu blättern. Damit können wir Kunden besser reaktivieren.“

Wenn Sie Ihrem Shop Beine machen wollen: Anruf genügt.

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Weg mit der Agenda!


Sie gehört zu Präsentationen wie das Amen in der Kirche: die Agenda. Und es ist auch wirklich nichts dagegen einzuwenden, wenn ich gleich zu Beginn eines Seminars oder einer anderen Veranstaltung erfahre, wann endlich die Kaffeepause kommt. Aber die meisten Präsentationen haben doch eine ganz andere Aufgabe: Sie wollen faszinieren, begeistern, mitreißen und natürlich verkaufen. Hilft da wirklich eine Agenda?

Na klar: Sie suggeriert, dass sich da jemand strukturiert Gedanken gemacht hat und sein Thema nun konsequent abarbeitet. Das führt dann schnell zu einer buchhalterischen Agenda, so trocken wie ein Knäckebrot. Oder zu einer Agenda, die sich, man will ja schließlich noch nichts verraten, in blumiger Unverbindlichkeit ergießt. Das eine ist so wenig hilfreich wie das andere.

Also: weg mit der Agenda!

Wer schon für teures Geld tolle Bilder für den Titel der Präsentation kauft und auf den folgenden Folien ein wahres Design-Feuerwerk abbrennt, der sollte sich einen Bruch in der emotionalen Tonalität durch den Stimmungskiller „Agenda“ einfach sparen. Gönnen Sie Ihrem Publikum nicht den Rückzugsraum, nach dem spannenden Titel erst einmal ins Räsonieren zu verfallen und die Logik im Präsentationsaufbau zu analysieren. Gehen Sie gleich in medias res und füllen Sie die Dramaturgie der Präsentation mit Leben. Ganz nebenbei steigt die Aufmerksamkeit, denn keiner weiß, welche Wendungen die Präsentation noch nimmt.

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Jubiläum am BER: Wetten, dass?

Der neue Berliner Flughafen ist zwar noch nicht fertig, feiert aber schon Jubiläum: Genau 2.500 Tage sind seit dem ursprünglichen Eröffnungstermin vergangen. Dabei hatte Manfred Körtgen, seinerzeit Technikchef des BER, vollmundig verkündet „Der Inbetriebnahmetermin 3. Juni 2012 ist unwiderruflich.“

Er war einer der ersten in einer langen Reihe von gebrochenen Versprechen – von Hartmut Mehdorn, ehemals Chef der Flughafengesellschaft, („Der Starttermin 2017 für den Hauptstadtflughafen ist sicher“) über Engelbert Lütke Daldrup, Flughafenkoordinator in der Senatskanzlei, („Ich bin zuversichtlich, dass wir uns im Herbst 2017 über den neuen Flughafen Berlins freuen können“) bis hin zum Regierenden Bürgermeister Michael Müller („Ich habe immer gesagt: 2016 fertig bauen, 2017 eröffnen. Dabei bleibt es.“). Jetzt sprechen alle von Oktober 2020.

Glauben Sie’s? Und sind Sie bereit, darauf zu wetten? Es geht um eine Magnum-Flasche Champagner. Schicken Sie dem Fleischwolf einfach bis spätestens 30. April 2019 eine Mail zur BER-Wette. Klappt der Oktober 2020, gehört der Champagner Ihnen. Ansonsten uns.

 

 

 

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E-Commerce: online bestellen, papierhaft bezahlen?

Ursprünglich ein Service, in der digitalen Welt ein Anachronismus: das klassische Überweisungsformular

 

Es gehört zum kleinen 1×1 des E-Commerce, dass viele Kunden den Bestellvorgang abbrechen, wenn ihre bevorzugte Zahlungsart nicht angeboten wird. Kein Wunder also, dass die umsatzstärksten Top-10-Shops im Schnitt neun Verfahren bereitstellen. Am liebsten zahlen Online-Kunden erst nach Erhalt der Ware per offener Rechnung. Akzeptiert ein Anbieter das, legt er seiner Lieferung in der Regel gleich die Rechnung bei – vorausgefüllter papierhafter Zahlungsvordruck inklusive.

Nun kann man davon ausgehen, dass ein Online-Käufer auch seinen Zahlungsverkehr digital abwickelt. Das Papierformular wird er also kaum ausfüllen und zu seiner Bank tragen. Macht es dann überhaupt noch Sinn?

Die Frage ist nicht ganz so trivial, wie es scheint. Denn Banking-Apps beispielsweise der Commerzbank sind in der Lage, solche Papierformulare zu scannen und die notwendigen Daten zu übernehmen. Allerdings ist es ratsam, die gescannten Angaben je nach Zustand der Vorlage noch einmal genau zu überprüfen. Erschwerend kommt hinzu, dass beispielsweise die „Grüne Erde“ auch noch das Zahlungsziel in den vorausgefüllten Betreffvermerk packt, was zusätzliche Fehlerquellen eröffnet.

Dabei geht es auch anders, wie es etwa „Manufactum“ beispielhaft vorführt. Hier liegt zwar ebenfalls ein Zahlungsvordruck bei, doch zusätzlich findet sich auf der Rechnung ein Code mit folgendem Text: „Scannen Sie den GiroCode und erhalten automatisch alle nötigen Informationen in Ihrer eigenen Banking App.“

Den digitalen Kunden freut’s, weil er eines ganz deutlich spürt: Beim Thema Digitalisierung denkt sein Shop nicht nur an die Effizienz der eigenen Prozesse, sondern auch an die seiner Kunden. Und das findet man leider immer noch viel zu selten.

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Sind Sie ein Berliner?

Auch Berlin ist eine Karnevalshochburg. Den Beweis liefert ein Tweet mit Bild des Bezirksamts Mitte:

„Zum Rosenmontag präsentieren wir einen angefressenen Berliner …“

Doch mit Humor haben es die Hauptstädter dann wohl doch nicht so. Denn gleich retweetete eine selbsternannte Pfannkuchenpolizei: „Laut § 32 IV Nr.3 Berliner Bullettenverordnung (BBVO) heißt es Pfannkuchen, nicht Berliner.“

Was ein Glück, dass Kennedy nicht gesagt hat, er sei ein Pfannkuchen …

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Super-PR zum Nulltarif

Der sechsjährige und ausgesprochen wissbegierige Junge fand beim Spielen im Garten eine rote Tonscherbe. Weiß der Himmel, wie er darauf kam, jedenfalls quäkte er gleich los: „Die ist bestimmt römisch!“ Was sagt man dann als Vater? Der Junge hatte Glück, denn sein Papa schlug ihm vor, die Scherbe mit seiner Vermutung an das Römisch-Germanische Museum in Köln zu schicken.

Normalerweise wäre die Geschichte hier zu Ende. Doch vom Kölner Museum kam tatschlich diese Antwort:

Chapeau, liebes Museum! Die Reaktion der Kölner machte sofort via Twitter die Runde, die Zahl der Likes wuchs rasant. Ein PR-Erfolg, von dem manch teure Kampagne nur träumen kann. Warum gibt es so etwas eigentlich so selten? Wieso bleiben 99 von 100 vergleichbaren Anlässen ungenutzt? Klar: zu viele Meetings, zu wenig Leute. Viel schlimmer aber: Statt Bauchgefühl dominieren durchkalkulierte Effizienzprogramme der prognostizierten Kommunikationswirkung. Und was soll schon so eine blöde Tonscherbe eines sechsjährigen Jungen …

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Eine Behörde sieht Rot

Es sind nicht nur Eltern mit Kinderwagen oder Gehbehinderte: Auch wer gut zu Fuß ist, schafft es bei viel zu kurzen Ampelphasen nicht immer bei Grün auf die andere Straßenseite. Auf eine entsprechende Beschwerde reagierte jetzt die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im schönsten Bürokraten-Deutsch:

„Die Planung von Lichtsignalanlagen (LSA) erfolgt auf Grundlage der Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA). Diese geben unter anderem vor, dass die Freigabezeit für Fußgängerinnen und Fußgänger mindestens so groß sein muss, dass die halbe Furtlänge während der Grünzeit abgelaufen werden kann. An diese Freigabezeit schließt sich die sogenannte Zwischenzeit an. Diese ist so berechnet, dass auch Fußgänger, die im letzten Moment bei Grün die Furt betreten, diese in normaler Geschwindigkeit ohne Gefährdung durch einfahrende Verkehre räumen können. Diese Kriterien werden an der von Ihnen genannten LSA eingehalten. Es ist nicht erforderlich, dass Fußgängerinnen und Fußgänger die Furt innerhalb der Freigabezeit überqueren, vielmehr erlaubt die Freigabe das Betreten der Furt. Das sichere Räumen der Furt ist während der Rotzeit durch die oben beschriebene Zwischenzeit gewährleistet.“

Also ich mach‘ jetzt um Ampeln einen großen Bogen …