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Eine Behörde sieht Rot

Es sind nicht nur Eltern mit Kinderwagen oder Gehbehinderte: Auch wer gut zu Fuß ist, schafft es bei viel zu kurzen Ampelphasen nicht immer bei Grün auf die andere Straßenseite. Auf eine entsprechende Beschwerde reagierte jetzt die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im schönsten Bürokraten-Deutsch:

„Die Planung von Lichtsignalanlagen (LSA) erfolgt auf Grundlage der Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA). Diese geben unter anderem vor, dass die Freigabezeit für Fußgängerinnen und Fußgänger mindestens so groß sein muss, dass die halbe Furtlänge während der Grünzeit abgelaufen werden kann. An diese Freigabezeit schließt sich die sogenannte Zwischenzeit an. Diese ist so berechnet, dass auch Fußgänger, die im letzten Moment bei Grün die Furt betreten, diese in normaler Geschwindigkeit ohne Gefährdung durch einfahrende Verkehre räumen können. Diese Kriterien werden an der von Ihnen genannten LSA eingehalten. Es ist nicht erforderlich, dass Fußgängerinnen und Fußgänger die Furt innerhalb der Freigabezeit überqueren, vielmehr erlaubt die Freigabe das Betreten der Furt. Das sichere Räumen der Furt ist während der Rotzeit durch die oben beschriebene Zwischenzeit gewährleistet.“

Also ich mach‘ jetzt um Ampeln einen großen Bogen …

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Merkels Fremdwörterlexikon …

… wurde um einen Schlüsselbegriff erweitert: Effizienz. Denn damit können Politiker überhaupt nichts anfangen. Jüngstes Beispiel: das neue Verwaltungsgebäude für das Kanzleramt. Der 2001 bezogene Bau war mit 410 Arbeitsplätzen konzipiert. Im Zuge der wundersamen Selbstvermehrung drängen sich dort inzwischen über 700 kluge Köpfe. Klar, dass eine Erweiterung her muss. Aber das kann dauern: Gerechnet wird mit einer vierjährigen Planungs- und einer ebenso langen Bauzeit. Und dass der Kostenrahmen von 460 Mio. Euro eingehalten wird, glaubt auch kein Mensch. Trotzdem verlässt unsere Kanzlerin nicht der Mut: Zur Erweiterung gehört auch ein Hubschrauber-Landeplatz. Wohl nur für Rettungshubschrauber, denn wer setzt noch auf die Flugbereitschaft der Bundesweh(r)?