TEST

Super-PR zum Nulltarif

Der sechsjährige und ausgesprochen wissbegierige Junge fand beim Spielen im Garten eine rote Tonscherbe. Weiß der Himmel, wie er darauf kam, jedenfalls quäkte er gleich los: „Die ist bestimmt römisch!“ Was sagt man dann als Vater? Der Junge hatte Glück, denn sein Papa schlug ihm vor, die Scherbe mit seiner Vermutung an das Römisch-Germanische Museum in Köln zu schicken.

Normalerweise wäre die Geschichte hier zu Ende. Doch vom Kölner Museum kam tatschlich diese Antwort:

Chapeau, liebes Museum! Die Reaktion der Kölner machte sofort via Twitter die Runde, die Zahl der Likes wuchs rasant. Ein PR-Erfolg, von dem manch teure Kampagne nur träumen kann. Warum gibt es so etwas eigentlich so selten? Wieso bleiben 99 von 100 vergleichbaren Anlässen ungenutzt? Klar: zu viele Meetings, zu wenig Leute. Viel schlimmer aber: Statt Bauchgefühl dominieren durchkalkulierte Effizienzprogramme der prognostizierten Kommunikationswirkung. Und was soll schon so eine blöde Tonscherbe eines sechsjährigen Jungen …